Depot Risiko verstehen

Wie riskant ist mein Depot?

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Viele Anleger haben ein ungutes Gefühl bei ihrem Depot, können es aber nicht genau benennen. Die Frage, wie riskant das eigene Portfolio tatsächlich ist, lässt sich objektiv beantworten. Entscheidend sind nicht persönliche Einschätzungen, sondern messbare Kennzahlen. Dieser Artikel zeigt, welche Warnsignale auf ein zu hohes Risiko hinweisen und wie Sie diese systematisch überprüfen können.

Warnsignale für ein zu riskantes Depot

Ein Depot ist dann problematisch riskant, wenn die eingegangenen Risiken nicht zum eigenen Risikoprofil und Anlagehorizont passen. Die häufigsten Warnsignale sind ein hoher Aktienanteil ohne ausreichende Diversifikation, eine starke Konzentration auf einzelne Positionen oder Branchen sowie ein erheblicher Fremdwährungsanteil ohne bewusste Währungsstrategie.

Besonders tückisch: Viele Depots erscheinen auf den ersten Blick breit gestreut, weisen aber bei genauer Betrachtung deutliche Klumpenrisiken auf. Ein Portfolio aus fünf verschiedenen ETFs kann de facto zu mehr als 60 Prozent in US-amerikanischen Technologiewerten investiert sein.

Sieben Warnsignale für ein zu riskantes Depot

  • Aktienanteil über 80 Prozent ohne entsprechenden langen Anlagehorizont
  • Mehr als 20 Prozent des Depots in einer einzelnen Position
  • Über 40 Prozent in einer einzelnen Branche (z.B. Technologie)
  • Fremdwährungsanteil über 50 Prozent ohne Absicherung
  • Alle Positionen entwickeln sich gleichzeitig positiv oder negativ (hohe Korrelation)
  • Keine risikomindernden Assetklassen wie Anleihen oder Cash
  • Fehlende Abstimmung auf Ihr persönliches Risikoprofil

Objektive Analyse statt Bauchgefühl

Subjektive Einschätzungen sind ein schlechter Maßstab für das Depotrisiko. Professionelle Portfolioanalysen setzen auf quantitative Kennzahlen: die annualisierte Volatilität, den maximalen historischen Drawdown und den Herfindahl-Index für Konzentrationsrisiken. Erst die Kombination dieser Maße ergibt ein vollständiges Bild.

Der Depot Risk Check berechnet diese Kennzahlen automatisch und stellt sie in einem übersichtlichen Bericht dar. So erkennen Sie auf einen Blick, ob Ihr Depot zu Ihrem Risikoprofil passt.

Häufige Fragen

Ab wann ist ein Depot zu riskant?

Ein Depot ist dann zu riskant, wenn die möglichen Verluste Ihre persönliche Risikotragfähigkeit überschreiten. Das hängt von Faktoren wie Anlagehorizont, finanziellem Puffer und emotionaler Belastbarkeit ab. Als grober Richtwert gilt: Wenn ein Rückgang von 30 Prozent Sie zu einem Verkauf zwingen würde, ist das Portfolio wahrscheinlich zu aggressiv.

Wie oft sollte ich das Risiko meines Depots überprüfen?

Eine systematische Überprüfung empfiehlt sich mindestens einmal jährlich oder nach wesentlichen Marktbewegungen. Bestimmte Lebensereignisse wie Renteneintritt, Immobilienkauf oder erbschaftliche Zuflüsse sind ebenfalls Anlass für eine Neubeurteilung der Risikostruktur.

Kann ein Depot mit Indexfonds trotzdem zu riskant sein?

Ja. Viele ETF-Portfolios konzentrieren sich stark auf einzelne Märkte oder Sektoren. Ein reines MSCI-World-Portfolio investiert über 65 Prozent in US-Aktien und zu einem großen Teil in Technologiewerte. Das kann bei starken US-Korrekturen oder Sektorrotationen zu erheblichen Verlusten führen.

Was kann ich tun, wenn mein Depot zu riskant ist?

Zunächst sollten Sie verstehen, wo die Risiken liegen. Der Depot Risk Check zeigt Ihnen konkret, welche Positionen oder Strukturen das Risiko erhöhen. Auf Basis dieser Analyse können Sie gezielt Umschichtungen vornehmen oder eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Wir übernehmen für mögliche Verluste keine Haftung – und werden auch an etwaigen Gewinnen nicht beteiligt. Bitte treffen Sie Anlageentscheidungen immer auf Basis individueller Beratung.