Depot Risk Check

Korrelation: Zusammenhang zwischen Anlagen

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Korrelation beschreibt das statistische Maß für den Zusammenhang zwischen den Renditen zweier Anlagen. Sie ist ein zentrales Konzept für die Portfoliodiversifikation.

Was ist Korrelation?

Die Korrelation misst den statistischen Zusammenhang zwischen den Kursbewegungen zweier Anlagen. Der Korrelationskoeffizient liegt zwischen −1 und +1. Eine Korrelation von +1 bedeutet perfekten Gleichlauf, −1 bedeutet perfekt gegenläufige Bewegung, und 0 bedeutet keinen Zusammenhang.

Für die Portfoliokonstruktion ist die Korrelation eine der wichtigsten Kennzahlen: Je niedriger die Korrelation zwischen den Portfoliobestandteilen, desto stärker wirkt der Diversifikationseffekt. Anlagen mit niedriger oder negativer Korrelation ergänzen sich ideal und reduzieren das Gesamtrisiko des Portfolios.

Wichtige Korrelationen in der Praxis

Aktien und Anleihen haben historisch eine niedrige bis leicht negative Korrelation – wenn Aktienmärkte fallen, steigen Staatsanleihen oft (Flucht in sichere Häfen). Gold und Aktien korrelieren ebenfalls niedrig, wobei Gold in Krisenphasen als sicherer Hafen dient. Aktien desselben Sektors korrelieren dagegen stark positiv – mehrere Technologieaktien bieten kaum Diversifikation.

Wichtig zu wissen: Korrelationen sind nicht stabil. In Krisenzeiten steigen die Korrelationen zwischen fast allen Anlageklassen an – ein Phänomen, das als Korrelationsbruch bekannt ist und den Diversifikationseffekt genau dann schwächt, wenn er am meisten gebraucht wird.

Korrelation und Portfoliokonstruktion

Die moderne Portfoliotheorie von Harry Markowitz basiert auf der Erkenntnis, dass nicht die Einzelrisiken, sondern die Korrelationen zwischen den Anlagen das Portfoliorisiko bestimmen. Durch geschickte Kombination niedrig korrelierter Anlagen lässt sich ein Portfolio konstruieren, das bei gleicher erwarteter Rendite ein geringeres Risiko aufweist – oder bei gleichem Risiko eine höhere Rendite.

In der Praxis wird eine Korrelationsmatrix erstellt, die alle Wechselbeziehungen zwischen den Portfoliobestandteilen zeigt. Diese Matrix ist die Grundlage für eine optimale Asset Allocation und wird in professionellen Depot-Analysen standardmäßig verwendet.

Korrelation auf einen Blick

  • +1,0: Perfekter Gleichlauf – keine Diversifikation möglich
  • +0,5 bis +1,0: Hohe Korrelation – z. B. DAX und Euro Stoxx 50
  • 0 bis +0,5: Moderate Korrelation – gute Diversifikation möglich
  • 0: Kein Zusammenhang – idealer Diversifikationspartner
  • -0,5 bis 0: Leicht negativ – sehr gute Diversifikation
  • -1,0: Perfekt gegenläufig – maximale Absicherung, aber in der Praxis selten

Korrelationsanalyse im Depot Risk Check

Der kostenlose Depot Risk Check von Wealth Partners Tegernsee erstellt eine Korrelationsanalyse Ihres Portfolios und zeigt, wie stark Ihre Positionen miteinander zusammenhängen. So erkennen Sie, ob Ihr Portfolio wirklich diversifiziert ist oder ob vermeintlich unterschiedliche Anlagen in Wirklichkeit das gleiche Risiko tragen.

Besonders bei ETF-Portfolios ist die Korrelationsanalyse wertvoll: Ein MSCI World ETF und ein S&P 500 ETF haben eine Korrelation von über 0,95 – sie bieten kaum zusätzliche Diversifikation, obwohl sie verschiedene Indizes abbilden.

Häufige Fragen

Was bedeutet eine Korrelation von 0 zwischen zwei Anlagen?

Eine Korrelation von 0 bedeutet, dass kein statistischer Zusammenhang zwischen den Kursbewegungen besteht. Die Anlagen bewegen sich unabhängig voneinander – ideal für Diversifikation. In der Praxis ist eine Korrelation nahe 0 zwischen verschiedenen Anlageklassen (z. B. Aktien und Gold) ein wertvoller Baustein.

Warum steigen Korrelationen in Krisenzeiten?

In Finanzkrisen dominiert die Panik, und Anleger verkaufen alle risikobehafteten Anlagen gleichzeitig (Flight to Safety). Dadurch fallen Aktien, Unternehmensanleihen und Rohstoffe synchron – die Korrelationen steigen auf Werte nahe +1. Nur wenige Safe-Haven-Anlagen wie kurzfristige Staatsanleihen behalten ihre niedrige Korrelation.

Wie kann ich die Korrelation in meinem Portfolio senken?

Mischen Sie Anlageklassen mit historisch niedriger Korrelation: Aktien + Anleihen, Aktien + Gold, entwickelte Märkte + Schwellenländer. Vermeiden Sie Überlappungen bei ETFs. Der Depot Risk Check analysiert die Korrelationsstruktur Ihres Portfolios und gibt konkrete Optimierungsempfehlungen.

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