Wie Rentenpaket, Mindestlohn und ifo-Trend die Altersvorsorge verändern
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Die Folge beleuchtet, wie Rentenpaket, Mindestlohnerhöhungen und eine schwache ifo-Stimmung das umlagefinanzierte Rentensystem unter Druck setzen und wo die Grenzen politischer Haltelinien liegen. Simon und Christoph diskutieren, welche Reformen volkswirtschaftlich nötig wären und wie Anleger ihre eigene Altersvorsorge zwischen gesetzlicher Rente, Kapitalmarkt und Immobilien strukturieren können.
Das neue Rentenpaket mit festgeschriebenem Rentenniveau von 48 Prozent, Ausbau der Mütterrente und höheren Beitragssätzen belastet vor allem die arbeitende Bevölkerung und den Faktor Arbeit, erhöht Steuerzuschüsse und Neuverschuldung und verschärft damit in einer ohnehin schwachen Konjunktur die Unzufriedenheit von Unternehmen und jüngeren Beitragszahlern.
Die deutlichen Mindestlohnerhöhungen bringen der Rentenkasse zwar zusätzliche Beiträge in Milliardenhöhe, etwa indem bei rund sechs Millionen Beschäftigten die monatlichen Rentenbeiträge von gut 400 Euro auf über 450 Euro steigen, erhöhen aber zugleich die Lohnkosten der Unternehmen um mehr als 15 Milliarden Euro jährlich, sodass jeder positive Effekt für die Rente daran hängt, ob Arbeitsplätze und Arbeitszeiten überhaupt erhalten bleiben.
Der ifo-Index ist zwar eher ein kurzfristiger Konjunkturindikator als ein Instrument für sehr langfristige Rentenprognosen, sein seit Jahren schwacher Trend und die jüngste Stagnation signalisieren aber fehlende Investitionen und Produktivitätsfortschritte – und damit jene Lohn- und Beschäftigungsdynamik, die für dauerhaft steigende Renten in einem Umlagesystem eigentlich nötig wäre.
Ein tragfähiges System bräuchte eine an die Lebenserwartung gekoppelte längere Lebensarbeitszeit, starke Anreize für Kinder und höhere Erwerbsquoten, eine klare Trennung und gezielte Nutzung der Steuerzuschüsse zur Bekämpfung von Altersarmut, das Herauslösen versicherungsfremder Leistungen aus der Rentenkasse, einen durch Experten festgelegten Beitragssatz, der den Faktor Arbeit nicht überfordert, sowie einen deutlich ausgebauten, steuerlich privilegierten privaten Kapitalaufbau.
Wer seinen Lebensstandard im Alter stabilisieren will, sollte frühzeitig zusätzlich zur gesetzlichen Rente in eine selbst genutzte Immobilie, global diversifizierte Aktien- und Unternehmensbeteiligungen und eine flexible Einkommensstrategie mit schrittweiser Umschichtung in defensivere, inflationsgeschützte Ertragsquellen investieren – jetzt reinhören, um Christophs Meinung zu erfahren.
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