Wie Insolvenzen, Zölle und Billigplattformen den Wettbewerb verzerren
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In dieser Folge analysieren Simon und Christoph die steigenden Unternehmenspleiten, die ungleichen Effekte von US-Zöllen auf deutsche Regionen und den wachsenden Preisdruck durch Plattformen wie Temu und Shein. Sie diskutieren Marktversagen, Umweltkosten und leiten ab, welche Geschäftsmodelle und Anlagen in diesem Strukturbruch bestehen können.
Die Insolvenzen steigen seit Jahren, besonders bei kleinen Unternehmen und im verarbeitenden Gewerbe, was auf strukturelle Probleme wie Auftragsmangel, hohe Kosten und aufgebrauchte Reserven hinweist und nicht nur auf eine kurzfristige Konjunkturdelle.
Zölle drücken die Margen exportorientierter Industrieunternehmen, und weil Löhne, Mieten und Energiekosten im Süden höher sind als in anderen Regionen, schmelzen dort die finanziellen Puffer schneller als in dienstleistungsgeprägten Regionen.
Der Handel steht zugleich vor einem Strukturwandel und verzerrten Spielregeln, da subventionierter Versand, Produktpiraterie und direkte Produzentenmodelle asiatischer Plattformen Preise ermöglichen, mit denen europäische Händler kaum konkurrieren können.
Umwelt- und Systemkosten des globalen Versands werden im Endpreis nicht abgebildet, wodurch externe Effekte entstehen, die national kaum korrigierbar sind und ordnungspolitisch zwischen CO₂-Bepreisung, Standards und Zöllen ungelöst bleiben.
Bei einfachen Standardprodukten verlieren europäische Händler an Boden, während Chancen bei hochwertigen, erklärungsbedürftigen oder serviceintensiven Geschäftsmodellen sowie glaubwürdiger Nachhaltigkeit liegen – jetzt reinhören, um Christophs Meinung zu erfahren.
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