Depot Risk Check

Liquidität: Die Ecke des Magischen Dreiecks der Vermögensanlage

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Liquidität ist oft die unterschätzte Ecke des Magischen Dreiecks. Viele Depots sind inhaltlich gut, scheitern aber praktisch, weil Geld zum falschen Zeitpunkt gebraucht wird. Dann wird verkauft, obwohl es strategisch unklug ist.

Diese Seite zeigt, wie Sie Liquidität sauber strukturieren, damit das Depot auch in schwachen Marktphasen funktioniert.

Liquidität heißt Handlungsfähigkeit

Liquidität bedeutet nicht nur, ob etwas börslich handelbar ist. Es bedeutet, ob Sie bei Bedarf Geld entnehmen können, ohne ungünstig verkaufen zu müssen. Dafür braucht es Reserve und eine klare Trennung zwischen kurz, mittel und langfristigen Töpfen.

Wenn Liquidität nicht geplant ist, wird ein Marktrückgang schnell zum Problem, weil Entnahmen dann automatisch Verkäufe erzwingen.

Drei Ebenen der Liquiditäts Planung

  • Reserve: kurzfristig verfügbare Mittel für Unvorhergesehenes
  • Planbare Entnahmen: Beträge, die in den nächsten Jahren benötigt werden
  • Langfristiges Kapital: darf schwanken und bleibt investiert

Liquiditätsrisiko erkennen

Liquiditätsrisiko entsteht, wenn Positionen in Stressphasen nur mit Abschlägen verkaufbar sind oder wenn die Depotstruktur keine Reserve hat. Auch scheinbar liquide Anlagen können in Krisen teurer werden, etwa durch größere Spreads. Illiquide Anlagen erhöhen zusätzlich die Gefahr, dass Geld genau dann gebunden ist, wenn es gebraucht wird.

Im Depot Risk Check ist Liquidität vor allem als Strukturfrage relevant, weil Reserve und Entnahme Timing über Zwangsverkäufe entscheiden.

Praxis Check: Liquidität in fünf Minuten prüfen

  1. Welche Ausgaben müssen in den nächsten 12 Monaten sicher gedeckt sein
  2. Welche größeren Zahlungen sind in den nächsten 3 Jahren geplant
  3. Wie groß ist die Reserve außerhalb des Depots
  4. Welche Depot Teile würden Sie im Notfall zuerst verkaufen
  5. Wäre ein Verkauf in einem schlechten Jahr akzeptabel

Podcast Spezialreihe zum Magischen Dreieck

Wir besprechen Liquidität als Ecke des Magischen Dreiecks in einer eigenen Spezialreihe unseres Podcasts 5 auf den Punkt. Alle Folgen und der Player sind hier: wp-tegernsee.de/podcast.

5 auf den Punkt ist der wöchentliche Podcast für alle, die Kapitalmärkte verstehen, makroökonomische Entwicklungen einordnen und ihr Portfolio gezielt steuern wollen. Mit klarer Struktur, relevanten Fragen und fundierten Antworten liefert unser Chefvolkswirt und Geschäftsführer Christoph Siebecke gemeinsam mit Simon Petz jede Woche Orientierung.

🎧 Was macht unseren Kapitalmarkt Podcast einzigartig

  • 5 Fragen, 1 Thema: Jede Woche analysieren wir ein zentrales makroökonomisches Thema strukturiert und verständlich.
  • Chefvolkswirt im Dialog: Christoph Siebecke bringt seine Analyseerfahrung ein, gemeinsam mit Simon Petz.
  • Aktuelle Daten im Fokus: Von EZB bis ifo Index, von Arbeitsmarktdaten bis Fed Zinsentscheid, wir liefern Kontext.
  • Strategische Perspektive: Was bedeutet das für Ihr Portfolio. Unsere Einschätzungen helfen bei der Einordnung.
  • Keine Werbung, keine Produkte: Nur klare Analyse, ohne Verkaufsinteresse.

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Hinweis: Diese Inhalte dienen Information und Orientierung und sind keine Anlageberatung. Liquiditätsbedarf, Steuern und individuelle Ziele müssen im Einzelfall betrachtet werden.

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Haeufige Fragen

Wie viel Liquidität sollte ich halten?

Das hängt von Einkommen, Planungssicherheit und anstehenden Ausgaben ab. Eine verbreitete Orientierung ist eine Reserve für mehrere Monate laufender Ausgaben plus geplante Zahlungen der nächsten Jahre in geeigneter Form. Entscheidend ist, dass Sie nicht verkaufen müssen, wenn Märkte schwach sind.

Warum ist Liquidität Teil des Magischen Dreiecks?

Weil hohe Liquidität meist mit geringerer Rendite einhergeht und weil maximale Rendite häufig bedeutet, Kapital länger zu binden oder stärkere Schwankungen zu akzeptieren. Das Dreieck macht diesen Zielkonflikt sichtbar.

Sind ETFs immer liquide genug?

Viele große ETFs sind in normalen Phasen sehr gut handelbar. In Stressphasen können Spreads jedoch steigen, besonders bei speziellen Märkten. Für die Praxis ist trotzdem meist wichtiger, ob Ihre Struktur Reserve hat, als die Frage, ob jedes Produkt jederzeit optimal handelbar ist.

Welche Rolle spielt der Depot Risk Check bei Liquidität?

Er hilft vor allem indirekt, weil er die Risiko Struktur sichtbar macht. Mit der Risiko Einordnung können Sie besser entscheiden, welcher Depot Anteil wirklich langfristig sein darf und welcher Anteil eher für planbare Verfügbarkeit gedacht ist.

Depot Struktur prüfen

Der Depot Risk Check hilft, die Ecken des Dreiecks in Kennzahlen zu übersetzen, zum Beispiel Schwankung, Verlustspanne und Konzentrationsrisiken.

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Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Wir übernehmen für mögliche Verluste keine Haftung und werden auch an etwaigen Gewinnen nicht beteiligt. Bitte treffen Sie Anlageentscheidungen immer auf Basis individueller Beratung.