Strategische Anlegerfragen

Passt mein Depot zu meinem Risikoprofil?

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Das persönliche Risikoprofil ist die Grundlage jeder durchdachten Anlagestrategie. Es setzt sich aus drei Dimensionen zusammen: der Risikotragfähigkeit (finanziell), der Risikobereitschaft (psychologisch) und dem Risikobedarf (was zur Zielerreichung notwendig ist). Ein Depot, das nicht zum Risikoprofil passt, führt entweder zu unnötig hohen Verlusten in Krisenzeiten oder zu einer Rendite, die für die eigenen Ziele nicht ausreicht.

Die drei Dimensionen des Risikoprofils

Risikotragfähigkeit ist die objektive Fähigkeit, Verluste zu tragen, ohne die finanzielle Situation zu gefährden. Sie hängt von Faktoren wie Einkommen, Vermögen, Schulden, Anlagehorizont und dem Bedarf an regelmäßigen Entnahmen ab. Wer kurz vor dem Renteneintritt steht und das Depot als Haupteinkommensquelle plant, hat eine niedrige Risikotragfähigkeit.

Risikobereitschaft ist die subjektive Bereitschaft, Verluste zu akzeptieren, ohne in Panik zu verkaufen. Sie ist psychologischer Natur: Manche Anleger schlafen ruhig auch bei einem Depot-Rückgang von 30 Prozent, andere lösen bereits bei fünf Prozent aus. Eine ehrliche Selbsteinschätzung ist hier entscheidend.

Merkmale der vier Risikoprofile

  • Konservativ: maximale Aktienquote 20-30 Prozent, Fokus auf kapitalerhalt
  • Ausgewogen: Aktienquote 40-60 Prozent, Mischung aus Wachstum und Sicherheit
  • Wachstumsorientiert: Aktienquote 60-80 Prozent, langfristiger Kapitalaufbau
  • Dynamisch/Aggressiv: Aktienquote über 80 Prozent, maximales Renditepotenzial

Wie der Depot Risk Check das Risikoprofil abgleicht

Der Depot Risk Check ermittelt auf Basis der Depotstruktur, ob die Risikostruktur des Portfolios zum gewählten Risikoprofil passt. Er berechnet Volatilität, maximalen Drawdown, Aktienquote und Sektorverteilung und stellt diese dem Erwartungsrahmen des gewählten Profils gegenüber. Abweichungen werden transparent ausgewiesen.

So erkennen Sie auf einen Blick, ob Ihr Depot tatsächlich zu Ihrer Anlagestrategie passt oder ob es versteckte Risiken trägt, die Sie möglicherweise nicht bewusst eingegangen sind.

Häufige Fragen

Wie ändert sich das Risikoprofil im Laufe des Lebens?

Das Risikoprofil verändert sich typischerweise im Laufe des Lebens. In jungen Jahren mit langem Anlagehorizont und stabilem Einkommen ist eine höhere Risikobereitschaft vertretbar. Mit näher rückendem Renteneintritt, steigendem Kapitalbedarf für Entnahmen und geringerem Regenerationspotenzial sollte das Portfolio schrittweise konservativer werden.

Was ist der Unterschied zwischen Risikoprofil und Anlagestrategie?

Das Risikoprofil beschreibt die Risikobereitschaft und -tragfähigkeit des Anlegers. Die Anlagestrategie ist die konkrete Umsetzung: Welche Assetklassen, welche Gewichtungen, welche Instrumente werden eingesetzt, um im Rahmen des Risikoprofils die Anlageziele zu erreichen.

Muss ich mein Risikoprofil bei einem Finanzberater bestimmen lassen?

Nein. Eine erste Orientierung kann durch Selbsteinschätzung erfolgen. Für verbindliche Anlageempfehlungen und eine detaillierte Risikoprofilbestimmung ist jedoch eine professionelle Finanzberatung durch eine zugelassene Fachperson zu empfehlen. Der Depot Risk Check bietet eine technische Analyse, ersetzt aber keine persönliche Beratung.

Kann ich mein Risikoprofil anpassen?

Das formale Risikoprofil ist keine fixe Größe. Es sollte bei wesentlichen Lebensveränderungen überprüft und angepasst werden. Die zugrundeliegenden Faktoren wie Anlagehorizont, Liquiditätsbedarf und subjektive Risikobereitschaft können sich ändern und sollten die Portfoliostruktur entsprechend beeinflussen.

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Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Wir übernehmen für mögliche Verluste keine Haftung – und werden auch an etwaigen Gewinnen nicht beteiligt. Bitte treffen Sie Anlageentscheidungen immer auf Basis individueller Beratung.