Vertrauensstandard für Vermögensverwaltung

Kostenstruktur in der Vermögensverwaltung: Die vier Ebenen

Kostenstruktur in der Vermögensverwaltung: Die vier Ebenen

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Kostenstruktur Vermögensverwaltung:

Die Kostenstruktur in der Vermögensverwaltung ist komplexer als die meisten Anleger ahnen – das erleben wir bei Wealth Partners Tegernsee in fast jedem Erstgespräch. Es gibt nicht eine Gebühr, sondern vier verschiedene Kostenebenen, die sich summieren und die Nettorendite erheblich drücken können. Wer die Kostentransparenz seines Portfolios nicht kennt, kann die tatsächliche Rendite seiner Anlage nicht richtig beurteilen.

Die vier Ebenen der Kostenstruktur

Ebene 1: Das Verwaltungshonorar

Die direkten Kosten für die Dienstleistung der Vermögensverwaltung. Dieses Honorar sollte transparent als Prozentsatz des verwalteten Vermögens oder als fixes Honorar ausgewiesen werden.

Ebene 2: Produktkosten (TER)

Die laufenden Kosten der eingesetzten Finanzinstrumente wie Fonds oder ETFs. Diese Kosten werden oft direkt aus dem Sondervermögen entnommen und sind für Anleger nicht immer sofort auf dem Abrechnungsbeleg sichtbar.

Ebene 3: Transaktionskosten

Kosten, die durch den Handel von Wertpapieren entstehen. Dazu gehören Bankprovisionen, Börsengebühren und der sogenannte ‚Spread‘ (die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis).

Ebene 4: Depotbank- und Abwicklungskosten

Gebühren für die Verwahrung der Wertpapiere und die technische Abwicklung von Transaktionen durch die depotführende Bank.

Aus unserer Beratungspraxis

In unserer Beratung erstellen wir für Mandanten eine vollständige Kostenaufstellung auf allen vier Ebenen: Verwaltungsgebühr, Produktkosten (TER), Transaktionskosten und eventuell Erfolgsprovisionen. Die Summe überrascht fast immer. Bei aktiv verwalteten Fonds mit Ausgabeaufschlag können die Gesamtkosten leicht 2,5 bis 3,5 Prozent pro Jahr betragen – ein erheblicher Renditeabzug, der sich über Jahrzehnte immens auf den Vermögensaufbau auswirkt.

Schnellcheck für Ihr Depot

  • Sind alle Produktkosten (TER) separat und transparent ausgewiesen?
  • Ist die Handelsaktivität nachvollziehbar und strategisch begründet?
  • Gibt es eine klare, schriftliche Leistungsbeschreibung für alle Gebühren?

Unser Tipp

Kennen Sie die Gesamtkosten Ihrer Vermögensverwaltung auf allen vier Ebenen? Der Depot Risk Check analysiert Ihre Portfoliostruktur – eine erste Grundlage für die Kostenbewertung.

Häufige Fragen

Wie hoch sollten die Gesamtkosten meiner Vermögensverwaltung maximal sein?

In unserer Beratungspraxis bei Wealth Partners Tegernsee empfehlen wir, die Gesamtkosten über alle vier Ebenen auf unter 1,5 Prozent pro Jahr zu halten. Bei reinen ETF-Portfolios sind 0,5 bis 0,8 Prozent realistisch. Aktiv verwaltete Mandate mit Managementgebühr liegen häufig bei 1,0 bis 1,5 Prozent. Alles darüber – besonders bei gleichzeitigen Ausgabeaufschlägen oder Performancegebühren – erfordert eine kritische Prüfung des Mehrwerts.

Was ist der häufigste versteckte Kostentreiber in der Vermögensverwaltung?

In unserer Erfahrung sind Bestandsprovisionen (sogenannte Kickbacks), die Fondsgesellschaften an Vertriebspartner zahlen, der am häufigsten übersehene Kostenfaktor. Sie sind in der TER der Fonds enthalten und für den Anleger nicht direkt sichtbar. Seit MiFID II müssen diese Zuwendungen offengelegt werden – aber nicht jeder Berater kommuniziert das proaktiv. Fragen Sie explizit nach allen Zuwendungen, die Ihr Berater erhält.

Wie vergleiche ich Kosten zwischen verschiedenen Vermögensverwaltern?

Verlangen Sie von jedem Anbieter eine vollständige Kostenaufstellung auf allen Ebenen: Verwaltungsgebühr, Produktkosten (TER), Transaktionskosten und eventuelle Erfolgsgebühren. Rechnen Sie dann: Was wäre der jährliche Kostenabzug in Euro bei Ihrem Vermögen? Und: Über zehn Jahre, was bedeutet das für den Vermögensaufbau? Diese Rechnung macht Kostenunterschiede konkret und vermeidet den Fehler, nur Prozentzahlen zu vergleichen.

Kostenklarheit gewinnen

Mit dem Vertrauensstandard für Vermögensverwaltung erkennen Sie, welche Punkte für Sie jetzt am wichtigsten sind.

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Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Wir übernehmen für mögliche Verluste keine Haftung und werden auch an etwaigen Gewinnen nicht beteiligt. Bitte treffen Sie Anlageentscheidungen immer auf Basis individueller Beratung.