Die Straße von Hormuz ist faktisch geschlossen, der Brent-Ölpreis zeitweise über 119 Dollar gestiegen – Simon und Christoph analysieren, was der Ölschock für Konjunktur, Inflation und Ihr Portfolio bedeutet.
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Der Iran-Krieg hat die wichtigste Ölhandelsroute der Welt blockiert und den Brent-Preis auf über 119 Dollar katapultiert. Simon und Christoph ordnen ein, ob die ersten Konjunktursignale für April einen vorübergehenden Schock oder einen echten Trendbruch signalisieren – und was das für Anleger bedeutet.
Die aktuellen Daten deuten eher auf eine Delle als auf einen Trendbruch hin – in Deutschland konnte der PMI für das Verarbeitende Gewerbe im März sogar zulegen. Die um 60 Prozent gesunkene Ölintensität seit 1990 verschafft der deutschen Industrie dabei einen Vorteil gegenüber internationalen Wettbewerbern.
Die Kombination aus Preis- und Mengeneffekt macht die Lage brisant: Während steigende Ölpreise nahezu alle Volkswirtschaften treffen, leiden Japan, Ostasien und Australien zusätzlich unter Lieferengpässen. Bei anhaltender Blockade drohen dort Produktionskürzungen mit negativen Folgen für das globale Wachstum.
Aus wissenschaftlicher Sicht verzerrt der Tankrabatt zwar das Preissignal, dennoch wird er den Bürgern spürbare Entlastung bringen – der Wettbewerb sorgt für Weitergabe an der Zapfsäule. Kritisch bleibt allerdings, dass die Maßnahmen erneut über Schulden statt über Ausgabenkürzungen finanziert werden.
Eine Zinserhöhung am 30. April hält Christoph für sehr unwahrscheinlich, da Geldpolitik Rohstoffknappheiten nicht adressieren kann. Die EZB wird abwarten – zumal das schwache Wachstum in der Eurozone keinen zusätzlichen Inflationsschub erzeugt und der Konflikt möglicherweise kurzfristig endet.
PMIs als Frühwarnsystem, Energieabhängigkeit im Depot, Qualitätsaktien mit Preissetzungsmacht und weniger Aktionismus – doch was bedeutet das konkret für Ihre Anlagestrategie? – Jetzt reinhören, um Christophs Meinung zu erfahren.
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